Juni 2015, Nr. 75

CAMPUS



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t. 040.2880-3620
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Laura Gräwert, Japanalogie-Studentin an der Universitt Hamburg (2.v.l.), ist die „1. Hamburger Kirschblütenkönigin“. Foto: Deutsch-​Ja­pa­ni­sche Ge­sell­schaft zu Ham­burg e.V.

Laura Gräwert, Japanalogie-Studentin an der Universitt Hamburg (2.v.l.), ist die „1. Hamburger Kirschblütenkönigin“. Foto: Deutsch-​Ja­pa­ni­sche Ge­sell­schaft zu Ham­burg e.V.

Japanologie-Studentin wird Kirschblütenkönigin

Laura Gräwert, die an der Universität Hamburg gerade ihre Masterarbeit in Japanologie schreibt, ist die „1. Hamburger Kirschblütenkönigin“. Die Deutsch-Japanische Gesellschaft zu Hamburg e.V. (DJG) wählte sie am 23. Mai unter der Schirmherrschaft des Botschafters von Japan in Deutschland, S. E. Takeshi Nakane.

Sie studiert Japanologie, war als Austauschschülerin für zwei Jahre in Japan und bringt ein feines Gespür für die Kultur mit: Laura Gräwert hatte ihren Mitbewerberinnen um das Ehrenamt als 1. Hamburger Kirschblütenkönigin einiges voraus. Beworben hatten sich insgesamt mehr als 30 Kandidatinnen aus der Metropolregion Hamburg. Vier Bewerberinnen stellten sich beim Finale im Hotel Grand Elysee den Fragen der Jury.

Schon lange ihr Traum

„Das ist die Krönung meiner Japan-Liebe“, erzählt Laura Gräwert nach ihrer Krönung. „Ich habe vor sechs Jahren das erste Mal von der Kirschblütenprinzessin gehört und wollte mich seitdem bewerben. Doch bis jetzt hat es zeitlich nie gepasst.“

Jetzt ist Gräwert im letzten Mastersemester und kann sich ihre Zeit besser einteilen. Zwei bis drei Termine im Monat, wesentlich mehr um Weihnachten und eine Delegationsreise im April/Mai nach Japan stehen für sie nun extra auf dem Programm.

„In Japan musste ich schon immer viel über Hamburg erzählen, hier in Hamburg fragen mich alle zu Japan aus – jetzt wird dieser Austausch offiziell und auf einer anderen Ebene stattfinden. Das freut mich sehr. Den Botschaftergedanken habe ich schon immer mit mir herumgetragen“, sagt sie.

Zwei spannende Jahre

Zwei Jahre lang wird Gräwert nun als „1. Hamburger Kirschblütenkönigin“ amtieren und auf einer Delegationsreise im kommenden Frühjahr als Sonderbotschafterin auch die Freie und Hansestadt Hamburg in Japan vertreten. Unter anderem ist ein Empfang bei Japans Premierminister vorgesehen. Trotz zahlreicher weiterer Verpflichtungen, die auf sie zukommen, will die Studentin ihre Master-Arbeit über japanischen Holzdruck bald fertig schreiben und ihren Hobbys weiter nachgehen.

Hamburgs erste Kirschblütenkönigin

Das Privileg einer Königinnenwahl wird von der Japan Cherry Blossom Association gewährt und weltweit nur noch Honolulu und Washington zuteil. Zur Wahl waren die amtierende sowie drei frühere Königinnen aus Japan angereist.

Die Präsidentin der Deutsch-Japanischen Gesellschaft zu Hamburg (DJG), Eiko Hashimaru-Shigemitsu, die auch Gattin des DJG-Gründers Taisei Hashimaru ist, hatte sich erfolgreich bei der Japan Sakura Foundation dafür eingesetzt, dass auch in Hamburg eine Königin statt einer Prinzessin gewählt wird. Dieser erhöhte Status würdigt die besondere Beziehung, die zwischen Japan und Hamburg besteht. So kommt es, dass Gräwert nicht die 29. Kirschblütenprinzessin Hamburgs wurde, sondern die „1. Hamburger Kirschblütenkönigin“.

Von Kirschblüten und Feuerwerken

Übrigens: Sowohl die Wahlen der Hamburger Kirschblütenprinzessinnen als auch das Pflanzen von 5.000 Japanischen Kirschbäumen im Hamburger Stadtgebiet gehen auf die Initiative Taisei Hashimarus zurück, der vor mehr als 50 Jahren als junger Unternehmer in Hamburg die Idee hatte, die Beziehungen zwischen Japan und den Bürgern Hamburgs durch die Gründung der DJG auf kultureller Ebene zu etablieren und zu fördern. Ohne seine weitsichtigen Ideen gäbe es wahrscheinlich auch nicht das „Japanische Feuerwerk auf der Alster“, über das sich viele Hamburger jedes Jahr freuen dürfen.

Red.
 

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